Reisetipps Clonmacnoise, Irland

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Reisetipps Clonmacnoise - Informationen von Herrn Gundelfinger: [dt.: Wiese der Söhne des Nòs] Im Jahre 548 n. Chr. vom Heiligen Ciaran gegründet, ist eine der interessantesten frühchristlichen Klosteranlagen mit Ruinen zahlreicher Zeitepochen der Christianisierung Mitteleuropas.

Mit Reisebus, Mietwagen und sogar Boot auf dem Shannon gleichermaßen gut erreichbar, liegt diese inzwischen sehr professionell konservierte und auch für Laien anschaulich dargestellte Klosteranlage mitten in Irland und direkt am Shannon-River. Es empfiehlt sich, einen Besuch dort in drei etwa gleiche Teile einzuplanen: Museum – Freigelände – und Filmvorführung zur Geschichte der Anlage. Fragen Sie schon direkt bei Ankunft nach der genauen Uhrzeit einer geplanten Filmvorführung in deutscher Sprache und Sie können die anderen Besichtigungsteile entsprechend anpassen.

Geographisch ideal liegt die Siedlung direkt am Kreuzpunkt der früheren Handelswege durch Irland: am Shannon als Nord-/Südachse und auf den durch Gletscher gebildeten Wallbergen, benutzt als Nord-/Ost-Handelsweg durch die tiefgelegenen Moore in den Midlands der Grünen Insel.

Im Museum finden Sie anschaulich dargestellte Szenen aus dem früheren Handwerkerleben und Alltag der Mönche in der Klostersiedlung. Detaillierte Beschreibungen über die Bauten und die recht komplizierte Steinmetzarbeit zur Herstellung der Hochkreuze. Drei der schönsten Hochkreuze in ganz Irland finden Sie als „Originale“ in den dafür klimatisierten Räumen des Museums. Die auf „alt“ getrimmten ‚Kopien’ dieser Hochkreuze entdecken Sie auf dem Freigelände. Diese wurden vor ein paar Jahren in Deutschland eigens zum Trutz gegen Wind und Wetter für die nächsten paarhundert Jahre gegossen und gehören überraschender Weise zu den meistfotografierten Objekten der gesamten Anlage.

Besichtigen Sie vor allem das Bibelkreuz (um 900), das Südkreuz (frühes 9. Jahrhundert), das Nordkreuz (um 800), die Sammlung der Grabtische aus dem 8. bis 12. Jahrhundert (im Museum zu sehen), Temple Dowling (11. Jahrhundert) mit Anbau Temple Hurpan (17. Jahrhundert), Temple Melaghlin (12. Jahrhundert), Temple Ciaran, mit ca. 3 x 4 m die kleinste der Kirchen und Grabstätte des Heiligen Ciaran (aus dem frühen 10. Jahrhundert), die Kathedrale, (das größte Gebäude und aus dem Jahre 909), Temple Finghin mit seinem Runden Glockenturm (1160-70), Temple Connor (um 1200), den gut erhaltenen Rundturm (1124) und die Kirche der Nonnen, ca. 500 m östlich des Friedhofes (1167).

Außerhalb und in unmittelbarer Nähe des Shannons befindet sich die mächtige Ruine einer Burg, die 1224 erbaut und wahrscheinlich bereits ca. 90 Jahre später absichtlich zerstört wurde. In den letzten Jahren fand ich diese Ruine allerdings stets eingezäunt und nicht mehr begehbar.

Tipp: Wenn Sie die ‚Meinung zu den unzähligen Raubzüge und Zerstörungen während der letzten 1500 Jahre und die Tatsache, dass es um die zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts in der irischen Highsociety als chic galt, an sonnigen Wochenende zwischen den Gräbern auf bunten Decken ein üppiges Picknick mit Hühnchen und Sekt zu veranstalten, treffend und auf nur einem einzigen Bild ‚optisch dokumentieren möchten, so fotografieren Sie doch einfach den in Holz geschnitzten Pilger in Clonmacnoise. Sie finden diese ca. 1 m grosse Skulptur etwas in der Hecke versteckt an einem Zugangsweg unmittelbar vor dem Haupteingang.

Hinweis zu “Clonmacnoise“: Oft nicht in den Anlageskizzen eingezeichnet bzw. in Programmen beschrieben ist der uralte Pilgerpfad, der von Osten her direkt in den „Temple des Hl. Ciaran" führt und die Betonplatte an der Nordseite neben dem Temple Finghin: Diese Runde Platte ausserhalb der Einfriedung wurde eigens als Hubschrauber-Landeplatz für Papst Johannes Paul II gegossen, der im September 1979 in der Klosteranlage vor hunderttausenden Besuchern eine Messe hielt.

Persönliche Beratung: Telefon 07131-259121 - Herr Gundelfinger, Irland-Kenner seit mehr als 20 Jahren und zeitweise als Reiseleiter auf der Grünen Insel tätig, berät Sie detailliert zu Rundreisen, Autotouren oder ihren individuellen, maßgeschneiderten Irland-Urlaub.