Reisetipp Ring of Kerry

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Reisetipps Ring of Kerry - Informationen von Herrn Gundelfinger: Der Ring-of-Kerry gilt nicht ohne Grund als eine der schönsten Küstenstrassen Europas, und wer sich im Urlaub im Südwesten der Grünen Insel befindet, sollte es nicht versäumen, an einem Tag diese Traumstrasse auch wirklich zu fahren.

Tagestour: Ganz wichtig ist, dass Sie diesen Rundkurs in Richtung ‚gegen den Uhrzeiger’ antreten. D.h., z. Bsp. in Killarney beginnend zunächst (N-70) nach Killorglin – bekannt durch ‚König Puck’, sein Wahrzeichen, das Sie an der Straßenbrücke als kleine Statue finden.

Das nächste Ziel ist der Ort Cahersiveen, halten Sie kurz vor dem Ortseingang links an den Ruinen des „Daniel O’Connell Hauses“ und schräg gegenüber das hochgestelzte Denkmal des Hl. Brendan, der einer Sage nach ähnlich Odysseus durch die Meere irrte und bereits 1000 Jahre vor Columbus sogar Amerika erreicht haben sollte ... allerdings werden auch Ihnen dort beim Anblick des „Rudervierers“ beträchtliche Zweifel an der Wahrheit dieser Geschichte aufkommen. In Cahersiveen finden Sie Irlands einzige röm. kath. Kirche, die einem Laien, nämlich Daniel O’Connell, gewidmet ist. (D.O’C. = auch als Liberator [dt. Befreier] bekannt, gewann 1829 einen Sitz im Westminster-Parlament und setzte sich als hervorragender Redner für die irische Freiheitssache ein). An der Kirche biegen Sie rechts ab und fahren, über eine Steinbrücke, vorbei an einem markanten weisen Kasernengebäude zum Steinfort „Cahair Geal“ (ab Parkplatz ca. 500 m zu Fuß). Dieses Steinfort ist anschaulich erhalten und ein Besuch lohnt wirklich.

Nach Cahersiveen empfehlen wir die kleine Autofähre ab Renard Pier zur ca. 10x4 km großen „Valentia“ Insel. Nach Ankunft im Hafen Knightstown können Sie die Insel bis zum westlichen Ende (b. Portmagee) überqueren und dann über eine Autobrücke verlassen. Direkt vor der Brücke finden Sie ein Visitorcenter mit kleinem Museum und den wichtigsten Informationen zu den beiden „Skellig Inseln“. [Tipp: Wer wissen möchte, wem wir die Erhaltung und Verwahrung schriftlicher Überlieferungen Abendländischer Kultur zu verdanken haben, möge sich ausführlich mit der „Grossen Skellig Insel“ und deren früheren Mönchen befassen und dabei verblüffende Erkenntnisse gewinnen. – Wenn Sie es vorab zeitlich geplant haben, können Sie – bei gutem Wetter und gleichzeitig guter Seefestigkeit und Schwindelfreiheit - diese Insel per Boot erreichen und besichtigen].

Ab Portmagee fahren Sie zurück auf die eigentliche Ringstraße (N-70) nach Waterville. Ein kleiner Seebadeort, in dem sogar Charlie Chaplin oftmals wochenlang seinen Sommerurlaub verbrachte. [Tipp: Wenn Sie dort Essen gehen möchten, nehmen Sie nicht unbedingt eines der Restaurants direkt an der Uferpromenade, diese sind nicht schlecht oder überteuert, allerdings durch die ständigen Busgruppenbesuche meist hektisch oder sehr voll und mit Wartezeiten verbunden. Spazieren Sie leicht den Berg hoch und in den Ort hinein, es gibt dort einige kleine Familienrestaurants in denen man auch sehr gut essen kann.].

Weiter auf der Südwestseite mit seinen herrlichen Aussichten erreichen den Sattel des Coomakista-Passes mit großem Parkplatz und Ausblick in weitem Bogen zwischen den zwei Skellig-Inseln bis weit über die riesige Kenmare Bucht hinüber zur Beara-Halbinsel. Im weiteren Verlauf verlassen Sie die N-70 nochmals in der Nähe von Caherdaniel auf der rechten Seite und folgen Sie der kleinen Strasse zum „Derrynane House“, dem einstigen privaten Landsitz Daniel O’Connells. Sie finden dort eine herrlich angelegte Gartenanlage mit z.T. tropischen Pflanzen, ein Museum, ein Cafe’ und ein, nach kurzem Weg über die Dünen erreichbarer, herrlicher feinsandiger Meeresstrand. Auch wenn Sie das kleine Museum nicht besuchen, sollten Sie zumindest im Innenhof des Landsitzes einen Blick auf das sich hinter einem Glasfenster befindliche „Geschenk“ seiner Anhänger werfen, welches die Bewohner Kerry’s ihrem „Liberator“ aus Dankbarkeit für seine unermüdliche Freiheitspolitik im engl. Parlament überreichten. [Mir kommen beim Anblick dieses ‚Geschenks’ von Mal zu Mal mehr Zweifel, ob D.O’C. nicht doch ab und zu daran dachte, mit der (heute im Museum zu besichtigenden) Duellpistole nicht nur seinen einstigen Kontrahenten d’Esterre zu erschießen, sondern auch noch denjenigen, der sich ‚dieses Ding’ als Geschenk hat einfallen lassen. Doch urteilen Sie vor Ort selbst.].

Wieder zurück auf dem Ring fahren Sie in östliche Richtung bis Sneem, dem charmanten kleinen Ort mit allem was unterwegs benötigt wird: Pub, Cafe, Restaurant, Musikgeschäft (mit einer enormen Auswahl an CD’s - seltenere mit relatv unbekannten irischen Interpreten, die man nicht an jeder Straßenecke bekommt.

Wer möchte bleibt jetzt auf der N-70 und fährt weiter entlang der Küste - vorbei am früheren Great-Southern (Railway) Nobelhotel Parknasilla (1869 bereits als Hotel für Touristen erbaut und nicht, wie heute viel andere Manor-House-Hotel in Irland ursprünglich als Herrenhaus errichtet und in späteren Jahren zum Hotel umfunktioniert – und weiter über die kleine Stadt Kenmare zurück nach Killarney.

Wir empfehlen hingegen am kleinen dreieckigen Park in Sneem links abzubiegen und über die R-568 zur Moll’s Gap abzukürzen. Sie haben dann auf der linken Seite einen Blick auf Irlands höchstes Gebirge – den „Mac Gillycuddy’s Reeks“ mit Irlands höchstem Berg: „Corran Tuathail“ ein echter Dreitausender, allerdings in den dort noch üblichen feet gemessen (entspr. 1039 m).

Ab der Moll’s Schlucht fahren Sie auf der N-71 Richtung Killarney. Obligatorisch ist ein Halt am „Ladies View“ mit einem Panoramablick über die zwei Killarney-Seen. Es sollte Sie allerdings nicht überraschen, wenn Sie genau diesen Ausblick als Titelfoto auf Ihrem Irland-Reiseführer oder als Juni-Kalenderblatt auf einem Irlandfotokalender wieder erkennen. Wer hier nicht fotografiert hat entweder neben Fotoapparat auch noch sein Handy vergessen – oder meinen u.a. Hinweis missachtet. Übrigens „Ladies View“ deshalb, weil früher Queen Victoria (damals gleichzeitig Königin von Irland) pflegte, mit Ihren Hofdamen in dieser Gegend und bei diesem herrlichen Ausblick, gelegentlich ein Picknick zu veranstalten.

Wenn Sie noch Zeit und Energie haben, klettern Sie noch die Torc-Wasserfälle hoch ( > kleiner Parkplatz auf der rechten Seite ca. 10 km vor Killarney), oder statten Sie dem „Muckross House“ einen kurzen Besuch ab. Der Park ist im Sommer abends etwas länger geöffnet. Beachten Sie dazu trotzdem den Anschlag an der Parkzufahrt vor Killarney auf der linken Seite.

Viel Spaß auf Ihrer Ring-of-Kerry-Tour.

Tipp: Starten Sie diese Tour nur, wenn für diesen Tag relativ gutes Wetter vorhergesagt ist. Bei schlechtem Wetter werden Sie weder die atemberaubenden Aussichten genießen, noch überhaupt an der Rundtour Spaß haben, weil Sie dann in den Wolken fahren. Sie werden diese für Nebel halten. Da bei Westwind die Regenwolken oft nur wenige Meter hoch über der Wasseroberfläche des Atlantiks ankommen, befinden Sie sich auch in den tieferen Lagen dieser Ringstrasse tatsächlich bereits 'in den Wolken'. Egal ob Wolken oder Nebel: die Sicht wäre dann die gleiche, nämlich erst gar nicht vorhanden.

Hinweis zu Ring of Kerry: An einem Sommertag passieren u. U. bis zu 300 Reisebusse diese Ringstrasse – das muss Sie trotzdem nicht erschrecken, solange Sie den Ring, wie bereits empfohlen, in Richtung gegen den Uhrzeiger fahren, denn das ist für Reisebusse vorgeschrieben. 'Im ‚schlimmsten' Fall sehen Sie bei Fahrt in dieser Richtung einen Bus 'weit' vor sich und einen hinter sich. Wer entgegen unserer Empfehlung die Strecke im Uhrzeigersinn fährt, das ist für Pkw durchaus erlaubt, wird im Laufe des Tages diesen ca . 300 Bussen begegnen und teilweise auch ausweichen müssen, den die Strasse wird auf dem Abschnitt zwischen Waterville und Kenmare immer enger.

Persönliche Beratung: Telefon 07131-259121 - Herr Gundelfinger, Irland-Kenner seit mehr als 20 Jahren und zeitweise als Reiseleiter auf der Grünen Insel tätig, berät Sie detailliert zu Rundreisen, Autotouren oder ihren individuellen, maßgeschneiderten Irland-Urlaub.